Christliche Themen

Leben ist mehr

Mit Embryo-Modellen gegen Abtreibung

Lebensschützer: Trierer Bürger sollen Haltung zur Abtreibung überdenken

Trier (idea) - Mit einer ungewöhnlichen Aktion macht die christliche Lebensschutz-Initiative „Durchblick“ (Bruchsal bei Karlsruhe) in Trier auf das Thema Abtreibung aufmerksam: Rund 20.000 Kunststoffmodelle von Embryonen werden vom 17. bis zum 21. Juni in Trier an alle Haushalte verschickt. Das rund fünf Zentimeter große Modell zeigt ein ungeborenes Kind im Alter von zehn Wochen: „Auch dieses ungeborene Kind ist ein vollwertiger Mensch. In Deutschland sind Abtreibungen aber noch bis zu 12. Schwangerschaftswoche straffrei“, sagte der Vorsitzende von Durchblick, Thomas Schührer (Östringen). „Wir wollen, dass die Menschen ihre Haltung zur Abtreibung überdenken.“ Das Modell wird zusammen mit einer Broschüre in einem verschlossenen Umschlag verschickt. Auf dem Umschlag wird auf den Inhalt hingewiesen, damit niemand das Modell gegen seinen Willen sieht. Bislang hat der 1997 gegründete Verein nach eigenen Angaben schon 1,2 Millionen Modelle verschickt. Schwerpunkte waren die Städte Heidelberg, Rosenheim, Köln und Düsseldorf. Die Reaktionen seien sehr unterschiedlich, sagte Schührer auf Nachfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea: „Der Zuspruch überwiegt, die Ablehnung ist minimal. Das hat mich schon überrascht, denn ich hatte mit mehr Widerstand gerechnet.“

650 Paar Kinderschuhe auf dem Hauptmarkt

Den Auftakt zum Versand der Embryonen bildete am 15. Juni eine Kundgebung am Trierer Hauptmarkt, den „Durchblick“ gemeinsam mit dem „Trierer Bündnis für Lebensrecht und Menschenwürde“ und dem Regionalverband Trier der „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA) organisierte. Auf dem Platz stellten sie 650 Paar Kinderschuhe auf. Diese standen symbolisch für die durchschnittlich jeden Monat im Bundesland Rheinland-Pfalz abgetriebenen Kinder. Nach Angaben des Vereins meldete das Statistische Bundesamt 325 Abtreibungen. Wie Schührer sagt, liegt die tatsächliche Zahl wegen der Dunkelziffer doppelt so hoch. Während der Veranstaltung berichteten Frauen über ihre Erfahrungen nach einer Abtreibung. Rund 300 Zuhörer verfolgten laut ALfA die Kundgebung. Schührer betonte, dass man auf keinen Fall Frauen anklagen wolle.
(idea)


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