Christliche Themen

Leben ist mehr

Durch Leid berühmt

Samuel Koch und der an Parkinson erkrankte Theologe Jürgen Mette: Beide erlangten durch ihr Schicksal und ihre Bücher darüber große Bekanntheit.

Am Sonntag trat Mette in der ZDF-Sendung von Peter Hahne auf. Wenn sie die Wahl hätten, würden sie ihre Berühmtheit gegen Gesundheit tauschen, sehen aber auch neue Möglichkeiten.

Die Bekanntheit ist mir nicht so wichtig wie meine Gesundheit“, sagt Mette gegenüber pro. „Ich habe nicht geplant, unter diesen Umständen bekannt zu werden. Jetzt werde ich die offenen Türen nutzen, um über meinen Glauben zu sprechen, auch in der Sendung.“

Die Sendung von Peter Hahne zum Thema „Diagnose Parkinson – und dann?“ zeichnete das ZDF am Freitag auf und strahlte sie am Sonntag zwischen 10.15 und 10.45 Uhr aus. Ein weiterer Gast war der Parkison-Experte Wolfgang Oertel.

Bis Februar 2013 war Mette geschäftsführender Vorsitzender der „Stiftung Marburger Medien“. Er ist Mitglied im Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz und hat einen Lehrauftrag an der Evangelischen Hochschule Tabor. Sein Buch „Alles außer Mikado: Leben trotz Parkinson“ landete Anfang Mai auf Platz 32 der „Spiegel“-Bestsellerliste. Darin schreibt er über das Spannungsfeld zwischen der Krankheit und seinem christlichen Glauben. Auch der verunglückte „Wetten, dass ..?” -Kandidat Samuel Koch würde lieber auf die Aufmerksamkeit verzichten, die er durch sein Schicksal erhielt. „Ganz ehrlich? Mich nervt das. Ich wäre lieber nicht damit bekannt geworden. Jetzt ist es für mich das Logischste, das Beste aus der Situation zu machen“, sagt er gegenüber pro.

Dass er durch seinen Unfall die Öffentlichkeit nutzen kann, um Gutes zu tun, „nimmt ein Stück weit die Sinnlosigkeit des Unfalls“. „Es gibt viele Menschen, denen es schlecht oder sogar schlechter geht, die auch Hilfe, Aufmerksamkeit und Unterstützung brauchen. Und da es sehr viele Menschen gibt, die Energie zum Helfen in sich tragen, wäre es schade, diese nicht zu nutzen.“ Wenn er erfährt, dass durch seine Bekanntheit und Unterstützung Anderen geholfen werden kann, „dann ist der Tag oder die Woche gerettet“, sagt Koch.
VON PROKOMPAKT 22|2013: ms | 23.05.2013


Zurück zur Übersicht

Brüdergemeinde Krefeld