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Vorhersagen 2013: Hellseher liegen voll daneben

Es gab weder Stromausfälle durch Gammablitze noch einen Börsencrash

Roßdorf (idea) – Astrologen, Hellseher und Wahrsager haben mit ihren Prognosen für 2013 „auf ganzer Linie“ versagt. Zu diesem Ergebnis kommt die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (Roßdorf bei Darmstadt) in einer am 12. Dezember veröffentlichten Auswertung. Für sie hat der Mathematiker Michael Kunkel (Mainz) die Vorhersagen von 50 Auguren ausgewertet. So gab es weder Stromausfälle durch Gammablitze und Sonneneruptionen, noch einen zweiten Atomunfall in Japan oder einen Vulkanausbruch in den USA – wie es die Hellseherin Rosalinde Haller (Wien) voraussagte. Kunkel zufolge sind Katastrophen aller Art das Lieblingsthema aller Prognostiker – etwa Erdbeben, Überschwemmungen, Vulkanausbrüche, Terroranschläge und nukleare Unfälle. Allerdings fehlten Hinweise, wann und wo sie sich hätten ereignen sollen. Damit seien die Vorhersagen wertlos. Kunkel: „Wenn tatsächlich genauere Daten genannt wurden, dann erweisen sich diese als falsch.“ So lag die kanadische Hellseherin Nikki Pezaro mit ihrer Weissagung daneben, dass es 2013 Terroranschläge in New York, Washington, London und Frankfurt am Main geben würde. Auch eine Pflanze, die ganze Menschen verspeisen kann, wurde –trotz Ankündigung von Pezaro – nicht entdeckt. Laut Kunkel waren zwei spektakuläre Ereignisse des Jahres nicht auf dem Zettel der Zukunftsdeuter: der Rücktritt von Papst Benedikt XVI. am 28. Februar und der Meteoritenabsturz bei Tcheljabinsk (Russland). Gescheitert sei auch der Wiener Astrologe Manfred Zimmel mit seiner Prognose zu den Aktienmärkten. Er hatte für die Jahresmitte 2013 einen Börsencrash mit folgender Depression wie in den 1930er Jahren vorhergesagt.

Blamage auch bei der Bundestagswahl
Der Auswertung zufolge blamierte sich die Augurenzunft auch weitgehend mit ihren Voraussagen bei der Bundestagswahl. So sah das Online-Astrologie-Journal „Loop“ die FDP wieder im Bundestag; die Liberalen scheiterten jedoch mit 4,8 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde. Die Astrologin Christiane Durer (Kreuzlingen/Schweiz), prophezeite den Grünen gute Chancen für 15 Prozent; am Ende waren es nur 8,4 Prozent. Die Astrologin Karin Mayer hat, so die Auswertung, zwar in ihrer Prognose für das Wahlergebnis vieles richtig vorausgesehen, aber kurz vor dem Wahltermin sei das angesichts der Umfragen der Meinungsforscher nicht allzu schwer gewesen. Außerdem hätten ungefähre Prozentangaben des Wahlergebnisses gefehlt, um diese Vorhersage „als wirklich überraschenden Treffer werten zu können“. Nach Angaben der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften zeigte auch die Auswertung 2013: „Astrologen, Hellseher und Wahrsager können keineswegs in die Zukunft sehen.“
(idea/12.12.2013)


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