Christliche Themen

Leben ist mehr

„Zeit zum Aufstehen“: Breite Unterstützung für geistlichen Weckruf

Zu den Unterzeichnern gehören führende Vertreter von Kirchen und Freikirchen

Kassel/Stuttgart (idea) – Breite Unterstützung findet der geistliche Weckruf „Zeit zum Aufstehen“ theologisch konservativer Protestanten. Die Initiative zur Erneuerung der Kirche will die Grundlagen des Glaubens neu ins Zentrum rücken und „dem Evangelium in unseren Tagen eine kräftige Stimme geben“. Seit dem 8. April haben den Appell rund 2.200 Christen unterzeichnet, darunter führende Repräsentanten aus Kirchen und Freikirchen. Zu ihnen gehören der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der „Nordkirche“, Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald), die Altbischöfe Heinrich Herrmanns (Landeskirche Schaumburg-Lippe), Gerhard Müller (Braunschweig) und Ulrich Wilckens (Nordelbien) sowie der Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen und Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, Ansgar Hörsting (Witten), der Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden), Christoph Stiba (Wustermark bei Berlin), und der Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden, Johannes Justus (Hannover). Stiba äußerte die Hoffnung, dass sich Christen unterschiedlicher Konfessionen gemeinsam von Gott bewegen lassen – hin zu Jesus Christus. Der Aufruf „Zeit zum Aufstehen“ bringe dieses Anliegen auf den Punkt.

Feierliche Verkündung beim „Christustag“
Der Appell – ein „Ruf zur Mitte“ in geistlichen und gesellschaftlichen Fragen – soll beim „Christustag“ am 19. Juni in Stuttgart feierlich verkündet werden. Zu dem Treffen werden rund 20.000 Evangelikale erwartet. Die zwölf Verantwortlichen des Aufrufs repräsentieren ein breites Bündnis von Organisationen, zu denen etwa pietistische Verbände, der CVJM und die charismatisch geprägte Geistliche Gemeinde-Erneuerung (GGE) in der EKD zählen. Unter den Initiatoren sind der Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes und Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Präses Michael Diener, der Generalsekretär des CVJM-Gesamtverbandes, Roland Werner (beide Kassel), der Leiter des württembergischen Gemeinschaftsverbandes „Die Apis“, Steffen Kern (Walddorfhäslach bei Reutlingen), der Vorsitzende der GGE, Pfarrer Henning Dobers (Hannoversch Münden), der Sprecher des Arbeitskreises Bekennender Christen in Bayern, Hans-Joachim Vieweger (München), sowie die frühere sächsische Synodalpräsidentin Gudrun Lindner (Weißbach bei Zwickau), die von 2003 bis 2009 EKD-Ratsmitglied war. Sie stehen in dem Aufruf etwa für die Einzigartigkeit von Jesus Christus ein und wenden sich gegen alle Lehren, die die Versöhnung durch seinen Tod am Kreuz infrage stellen sowie seine leibliche Auferstehung leugnen. „Die ganze Bibel ist Gottes Wort“, heißt es weiter. Sie bleibe die Autorität für die Lehre und das Leben der Christen: „Die Bibel ist immer aktueller als der jeweilige Zeitgeist.“

Gegen Entwertung der Ehe
Die Initiatoren betonen ferner die unverletzliche Würde des Menschen in jeder Lebensphase: „Auch ungeborene, schwache, kranke, alte, arme, vertriebene, entrechtete Menschen wollen wir schützen und stärken.“ Ferner stehen die Autoren für die Ehe von Mann und Frau ein und wenden sich gegen ihre Entwertung. Außerdem wird das Menschenrecht der Religionsfreiheit betont. Dazu zähle auch der freie Religionswechsel etwa in muslimischen Ländern und totalitär regierten Staaten. Man widerspreche jeder Benachteiligung und Verfolgung von Christen oder Anhängern anderer Religionen sowie jeder Form von Intoleranz. Zudem verweisen die Initiatoren auf die in der Bibel verheißene Wiederkunft Jesu Christi: „Unser Glaube erschöpft sich nicht im Diesseits.“

Katholisches Hilfswerk begrüßt den Aufruf
Unterstützung erhält der Aufruf auch aus der römisch-katholischen Kirche. Die Geschäftsführerin des Hilfswerks „Kirche in Not“, Karin Maria Fenbert (München), erklärte, der Aufruf rücke „endlich wieder die Kernaussagen des christlichen Glaubens in den Mittelpunkt“. Dankbar sei man insbesondere „für das klare Bekenntnis zur Definition der Ehe als Verbindung von Mann und Frau“. Der Schutz der „christlichen Ehe“ sei ein Herzensanliegen des Werkes. „Kirche in Not“ ist eine päpstliche Stiftung, die in aller Welt pastorale Hilfsprojekte unterstützt. Den Aufruf kann man auf der Internetseite www.zeit-zum-aufstehen.de unterzeichnen.
(idea/11.04.2014)


Zurück zur Übersicht

Brüdergemeinde Krefeld