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Gefährdetenhilfe Wegzeichen: Hilfe für Drogenabhängige

Ein Ehepaar nahm in 25 Jahren rund 220 Männer bei sich auf

Enzklösterle (idea) – Rund 220 ehemalige Drogenabhängige und Langzeitstraftäter haben das Ehepaar Gabriele (52) und Wolfgang (54) Isenburg und ihre zwei inzwischen erwachsenen Kinder in den vergangenen 25 Jahren in ihre Familie aufgenommen. Die Krankenschwester und der Arbeitstherapeut leiten die Gefährdetenhilfe Wegzeichen in Enzkösterle bei Freudenstadt. Ihr Haus teilen sie zurzeit mit neun Männern, die nach einer Entgiftung oder nach der Haftentlassung gezielt an der dauerhaften Bewältigung ihrer Sucht und ihrer Kriminalität arbeiten. Etwa die Hälfte der bisherigen Mitbewohner zwischen 20 und 60 Jahren ist drogenfrei geblieben. Isenburgs Konzept: „Für uns privat haben wir ein kleines Schlafzimmer. Alles andere teilen wir ganz bewusst mit den Menschen, die Gott in unsere Familie führt und uns anvertraut. Es gibt in unserem Haus keine abgeschlossenen Türen, jeder kann zu jeder Zeit überall hin. Um den Weg zur Himmelstüre glaubhaft aufzuzeigen, müssen wir zuerst unsere Herzenstüre und dann die Haustüre öffnen.“ Zur Gefährdetenhilfe gehört ein Garten– und Landschaftsbaubetrieb, der von einem ehemaligen Bewohner geleitet wird. Außerdem engagiert sich das Ehepaar Isenburg bei Evangelisationen, Gottesdiensten, Frauen- und Männerfrühstücken, suchtpräventivem Unterricht in Schulen, Konfirmandengruppen und Jugendkreisen sowie im Jugendcafé Logos im Haus der Gefährdetenhilfe. Vorsitzender des Trägervereins, der am 25. Mai das 25–jährige Bestehen feiert, ist der frühere Präsident der württembergischen Landessynode, Dekan i.R. Martin Holland (Tübingen).
(idea/10.05.2014)


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